Recurvebogen
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- Kategorie: Von Pfeil und Bogen
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Bei den Olympischen Spielen 1972 betrat zum ersten Mal der Recurvebogen die sportliche Bogenschützenbühne. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde ausschließlich mit einem Langbogen geschossen. Das besondere am diesem Bogen ist, dass der Recurve teilbar ist. Er ist sehr kompakt und benötigt sehr wenig Platz. Außerdem ist er leicht zusammensetzbar. Der Bogen setzt sich aus drei Teilen zusammen:
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einem oberen Wurfarm
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einem Mittelteil
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und einem unteren Wurfarm
Der Bogen kann zusätzlich mit einem Visier und einem Stabilisator ausgerüstet werden.
Deutlich auffällig ist die Aussparrung am Mittelteil: Das Bogenfenster. Dadurch muss der Pfeil beim Abschuss nicht um das Mittelteil "herumfliegen", sondern kann sein Ziel direkt ansteuern. Durch das Bogenfenster visiert der Schütze unter Zuhilfenahme des Visiers sein Ziel an.

Je nachdem, ob der Schütze Rechts- oder Linksschütze ist, befindet sich das Bogenfenster an der linken oder rechten Seite des Mittelteils. Mit der Griffschale hält der Rechtsschütze den Bogen mit der linken Hand, während er mit der rechten Hand die Bogensehne spannt. Beim Linksschütze findet es umgekehrt statt.
Die Stelle, an der sich die Biegung der Wurfarme umkehrt, wird Recurve genannt. (Daher hat die Bogenart ihren Namen.) Durch die Biegung wird beim Spannen des Bogens die höchste Energie erzeugt. Dadurch kann man mit dem Recurvebogen gegenüber einem Langbogen trotz gleichem Auszugsgewicht eine größere Beschleunigung erzielt werden, der Pfeil erreicht eine höhere Geschwindigkeit und die Flugbahn wird gestreckter.
Die Größe und Stärke eines Recurvebogens muss jeweils auf die Körpergröße und die Konstitution des Schützens individuell angepaßt werden. Mit einem guten Recurvebogen können Reichweiten bis zu 200 Metern und Geschindigkeiten über 100 km/h erreicht werden.

